04.09.2026

Wohnnebenkosten 2026 der Landeshauptstädte

Mainz ist im Vergleich günstig

Im neuen BdSt-Ranking „Der große Wohnnebenkosten-Vergleich“ liegt Stuttgart kostenmäßig deutlich an der Spitze der 16 Landeshauptstädte. Ohne Berücksichtigung der Grundsteuer sind die Einwohner von Potsdam am stärksten mit Wohnnebenkosten belastet. Die Mainzer zahlen wiederum nur unterdurchschnittlich viel. Klar ist jedoch: Der Staat ist überall ein wesentlicher Wohnkostentreiber.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat alle 16 Landeshauptstädte unter die Lupe genommen und legt teils erhebliche Kostengefälle offen. Der detaillierte BdSt-Check der Wohnnebenkosten für die Jahre 2016 bis 2026 vergleicht die Entwicklung, wie stark die Bürger quer durch Deutschland belastet werden. Der BdSt zeigt dabei auf, dass der Staat ein wesentlicher Wohnkostentreiber ist und ermahnt die Politik, dass die Bürger keinesfalls weiter belastet werden dürfen. Denn schon beim Kauf einer Immobilie langt der Fiskus zu – und Jahr für Jahr kommen dann weitere Belastungen oben drauf.

In seinem Ranking hat der BdSt die Belastung durch 6 verschiedene Wohnnebenkosten für einen Drei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus ermittelt: Im Einzelnen sind das die Trinkwasserpreise, Schmutzwasser-, Niederschlagswasser- und die Abfallgebühren, die Grundsteuer sowie der Rundfunkbeitrag – dieser ist zwar bundesweit einheitlich, stellt aber einen zusätzlichen Kostenfaktor für nahezu jeden Bürger dar und wurde deshalb in die Liste aufgenommen.

Dabei entwickeln sich die Wohnnebenkosten in den einzelnen Landeshauptstädten sehr unterschiedlich. Während die Belastung in einigen Städten wie Mainz nur geringfügig steigt oder sogar zurückgeht, müssen die Bürger andernorts deutlich tiefer in die Tasche greifen. Besonders starke Steigerungen zeigen sich u.a. in Potsdam, Magdeburg und Saarbrücken. Der Vergleich macht deutlich, dass die Belastungen nicht allein von der Höhe einzelner Gebühren abhängen. Auch die örtlichen Gegebenheiten, Gebührenmodelle und kommunalen Entscheidungen beeinflussen die Kosten.

Der Wohnnebenkosten-Vergleich bildet allerdings nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Belastung von Wohneigentümern und Selbstnutzern ab. Neben den hier untersuchten Kosten können weitere kommunale Gebühren, Beiträge und Abgaben anfallen. Hinzu kommen Steuern und Abgaben auf Energie sowie die beim Erwerb von Wohneigentum anfallende Grunderwerbsteuer.

Wo es teuer und wo es günstig ist – mit und ohne Grundsteuer

Für das Musterhaus ergeben sich 2026 durchschnittliche Wohnnebenkosten von 2.018,69 Euro pro Jahr. Die Spannweite zwischen den 16 Landeshauptstädten ist erheblich: Während in Schwerin 1.614,78 Euro anfallen, sind es in Stuttgart 2.606,07 Euro. Damit liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Standort satte 991,29 Euro pro Jahr. Mainz liegt mit 1.949,72 Euro leicht unter dem Durchschnitt. Im Vorjahr lag Mainz noch bei 1.938 Euro, so dass nur eine minimale Erhöhung zu beklagen ist.

Wird die Grundsteuer aus dem Vergleich isoliert herausgerechnet, ergibt sich ein anderes Bild. In diesem Szenario fallen für das Musterhaus in 2026 im Durchschnitt 1.492,16 Euro pro Jahr an Wohnnebenkosten an. Am günstigsten ist es in Kiel mit einer jährlichen Belastung von 1.251,45 Euro. Mainz folgt direkt mit 1.270,28 Euro. Am anderen Ende des Rankings steht Potsdam. Dort summieren sich die untersuchten Wohnnebenkosten auf satte 1.985,19 Euro pro Jahr.

Hinweis: Den kompletten Wohnnebenkosten-Vergleich können Sie HIER herunterladen.

Bildquelle: © Pixabay/AlexanderStein