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Bagatelle führt zur Hölle
Ende 2009 sorgten einige so genannte Bagatell-Kündigungen für Aufruhr. Wegen einiger Maultaschen oder einer Frikadelle verloren Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Große Schlagzeilen rufen stets die Politik auf den Plan. Und so war zu lesen, dass bei Bagatell-Diebstählen nicht gleich gekündigt werden dürfe. Erst soll es eine Abmahnung geben.
Eine tolle Idee, die auf andere Sachverhalte ausgedehnt werden sollte: Bagatellbeleidigungen, Bagatellsteuerhinterziehung sollten künftig auch erst mit einer Abmahnung geahndet werden statt gleich mit einer Bestrafung.
Einziges Problem: Wo hört die Bagatelle auf und fängt ein richtiges Delikt an? Ist der Ausspruch: "Sie kleiner Dummkopf" bagatellgeeignet im Gegensatz zu "Sie Riesenblödmann"? Gibt es einen Bagatellfortsetzungszusammenhang? Kennt man Bagatellbanden? Sind 1.000 Hinterzogene Bagatelle? Für Herrn Zumwinkel wohl schon, für den Postboten eher nicht.
Solche Probleme machen deutlich: Bagatelle führt zur Hölle. Das wussten schon die Alten und jetzt auch Sie, meint Ihr
D. Risor
Der Stolz des Politikers
Eine ganz neue Form des Stolzes artikulierte unlängst ein kommunaler Wahlbeamter nach erfolgreicher Wahl. Wörtlich: "Ich bin stolz darauf, ein Wahlprogramm vorgelegt zu haben, an das ich selbst glaube."
Was sagt uns das? Ist hier jemand stolz auf etwas an sich Selbstverständliches, dass man glaubt was man sagt? Oder sagt einer diesen Satz, der aus Erfahrung weiß, dass Politiker in aller Regel ihre eigenen Programme nicht glauben? Was glauben Sie und worauf sind Sie stolz, fragt
Ihr D. Risor
Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe konnten im Zeitraum von Januar bis August nahezu fünf Millionen Gäste begrüßen. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 0,9 Prozent weniger als in den ersten acht Monaten des Jahres 2008. Im Schnitt blieben die Besucher 2,8 Tage, so dass die Tourismusbranche knapp 13,9 Millionen Übernachtungen verbuchte. Damit wurde das Vorjahresergebnis allerdings um 1,6 Prozent verfehlt. Das Minus wäre noch deutlicher ausgefallen, hätte der Ausländertourismus nicht leicht um 0,2 Prozent auf 3,4 Millionen Übernachtungen zugelegt. Mehr dazu
Mit Urteil vom 23.9.2009 hat der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz die Berufung von vier Gastronomen abschlägig beschieden, die auf Schadenersatz aufgrund einer Innenstadtsperrung in Folge einer Bombenentschärfung geklagt hatten. Mehr dazu
Minus 7,1 Prozent
Abschwung trifft auch Rheinland-Pfalz
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden) um über 7 Prozent zurück. Dieser Negativwert ist etwas schlechter als der Bundesdurchschnitt von 6,8 Prozent. Die massivsten Rückgänge waren in der Metallindustrie und im Fahrzeugbau zu verzeichnen. Die rückläufigen Wirtschaftszahlen werden auch auf die Einnahmen des Landes durchschlagen, da das Steueraufkommen ebenfalls rückläufig sein wird. Das bedeutet dann zusätzliche Schulden.
Wahl
Mehr Mut zum Anpacken.Sollte es nach der Wahl erstmals zu einer Allparteienregierungskoalition kommen, geht Deutschland goldenen Zeiten entgegen. Denn die Verschmelzung aller Wahlparolen verspricht nur Gutes. Die CDU hat die Kraft. Die SPD will anpacken für Deutschland. Die Lieberalen besitzen mehr Mut und sind mehr Mensch. Die Grünen helfen aus der Krise und die Linke ist konsequent sozial.
Wenn sich da nichts raus machen lässt. Mit schwarzgrüner Kraft aus der Krise. Deutschland konsequent sozial anpacken mit mehr Mut und mehr Mensch. Wenn Sie das alles "für unser Land" erreichen wollen, müssen Sie nur hinter allen Parteien ein Kreuzchen machen. Oder auch nicht, meint mit konsequent anpackendem Mut aus der Krise kommend für mehr soziale Kraft und mehr Mensch der entschlossene Wähler.
Viele Mitarbeiter
Bandwürmer
übertragungsverordnung
schlägt mit 67 Buchstaben ganz locker das
Rindfleischetikettierungsüberwachungs-aufgabenübertragungsgesetz
mit nur 63 Buchstaben
Wahlberechtigte
Drei Millionen dürfen wählenDrei Millionen Rheinland-Pfälzer sind zur Bundestagswahl wahlberechtigt, wie das statistische Landesamt mitteilte.
Etwa 3,072 Millionen Bürgerinnen und Bürger können am 27. September 2009 die Abgeordneten des nächsten Deutschen Bundestages wählen. Dies sind rund 12.000 Personen weniger als zur Bundestagswahl 2005. Insbesondere die Anzahl der Wählerinnen hat sich um gut 10.000 Personen verringert; dennoch stellen sie weiterhin rund 1,55 Millionen bzw. 52 Prozent aller Wahlberechtigten. Insgesamt 1,48 Millionen Männer (48 Prozent) sind zur Wahl aufgerufen.
Die stärkste Gruppe der Wahlberechtigten stellen, wie bei der letzten Wahl, die Wahlberechtigten im Alter von 21 bis 44 Jahren. Ihr Anteil beläuft sich auf insgesamt 35 Prozent (33,5 Prozent Frauen, 36,5 Prozent Männer). Gegenüber der Wahl 2005 verringerte sich ihr Anteil um gut 3 Prozent. Dementsprechend erhöht sich die Gruppe der Wahlberechtigten im Alter von 45 bis 59 Jahren auf etwas mehr als 860.000 Personen. Ihr Anteil steigt von 25,8 Prozent auf nunmehr 28,2 Prozent.
Der Anteil der Erst- bzw. Jungwähler ist nur leicht von 4,2 auf 4,3 Prozent gestiegen. Hier haben die Männer mit 4,6 Prozent (gut 68.000) den größeren Anteil, während die 65.000 Jungwählerinnen einen Anteil von 4,1 Prozent an allen wahlberechtigten Frauen haben.
Pendler im Lande
Pkw-Nutzung überwiegt Gut drei Viertel der Erwerbstätigen im Land haben ihre Arbeitsstelle in höchstens 25 Kilometern Entfernung vom Wohnort. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems zum Tag der Arbeit mitteilt, pendelten im vergangenen Jahr 44,1 Prozent aller Erwerbstätigen weniger als 10 Kilometer, bei weiteren 29,4 Prozent betrug die Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zwischen zehn und 25 Kilometern. Auf dem eigenen Grundstück gingen 3,1 Prozent ihrer Arbeit nach, 1,6 Prozent fuhren zu ständig wechselnden Arbeitsstätten. Anfahrtswege zwischen 25 und 50 Kilometer bewältigten 15,6 Prozent aller Erwerbstätigen. Diese Gruppe hat in den zurückliegenden Jahren den deutlichsten Anstieg verzeichnet; hier schlagen sich unter anderem die Stadt-Umland-Wanderungen junger Familien nieder, die wegen der günstigeren Baulandpreise aufs Land gezogen sind. Mehr als 50 Kilometer müssen 6,3 Prozent der Erwerbstätigen zur Arbeit fahren.
Der Pkw ist das mit Abstand am häufigsten genutzte Verkehrsmittel der Pendler. Fast 67 Prozent steuerten selbst, weitere 4 Prozent fuhren bei anderen mit. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangten 8,2 Prozent der Pendler zu ihrem Arbeitsplatz. Überwiegend mit dem Fahrrad oder zu Fuß legten 16,3 Prozent der Erwerbstätigen den Arbeitsweg zurück.
Jenseits der Landesgrenze arbeiteten 15,1 Prozent der Pendler, 39,6 Prozent hatten ihren Arbeitsplatz in ihrer Wohngemeinde. In eine andere Gemeinde innerhalb des Landes fuhren 45,2 Prozent der Pendler.

