Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe konnten im Zeitraum von Januar bis August nahezu fünf Millionen Gäste begrüßen. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 0,9 Prozent weniger als in den ersten acht Monaten des Jahres 2008. Im Schnitt blieben die Besucher 2,8 Tage, so dass die Tourismusbranche knapp 13,9 Millionen Übernachtungen verbuchte. Damit wurde das Vorjahresergebnis allerdings um 1,6 Prozent verfehlt. Das Minus wäre noch deutlicher ausgefallen, hätte der Ausländertourismus nicht leicht um 0,2 Prozent auf 3,4 Millionen Übernachtungen zugelegt. Mehr dazu
Minus 7,1 Prozent
Abschwung trifft auch Rheinland-Pfalz
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden) um über 7 Prozent zurück. Dieser Negativwert ist etwas schlechter als der Bundesdurchschnitt von 6,8 Prozent. Die massivsten Rückgänge waren in der Metallindustrie und im Fahrzeugbau zu verzeichnen. Die rückläufigen Wirtschaftszahlen werden auch auf die Einnahmen des Landes durchschlagen, da das Steueraufkommen ebenfalls rückläufig sein wird. Das bedeutet dann zusätzliche Schulden.
Viele Mitarbeiter
Wahlberechtigte
Drei Millionen dürfen wählenDrei Millionen Rheinland-Pfälzer sind zur Bundestagswahl wahlberechtigt, wie das statistische Landesamt mitteilte.
Etwa 3,072 Millionen Bürgerinnen und Bürger können am 27. September 2009 die Abgeordneten des nächsten Deutschen Bundestages wählen. Dies sind rund 12.000 Personen weniger als zur Bundestagswahl 2005. Insbesondere die Anzahl der Wählerinnen hat sich um gut 10.000 Personen verringert; dennoch stellen sie weiterhin rund 1,55 Millionen bzw. 52 Prozent aller Wahlberechtigten. Insgesamt 1,48 Millionen Männer (48 Prozent) sind zur Wahl aufgerufen.
Die stärkste Gruppe der Wahlberechtigten stellen, wie bei der letzten Wahl, die Wahlberechtigten im Alter von 21 bis 44 Jahren. Ihr Anteil beläuft sich auf insgesamt 35 Prozent (33,5 Prozent Frauen, 36,5 Prozent Männer). Gegenüber der Wahl 2005 verringerte sich ihr Anteil um gut 3 Prozent. Dementsprechend erhöht sich die Gruppe der Wahlberechtigten im Alter von 45 bis 59 Jahren auf etwas mehr als 860.000 Personen. Ihr Anteil steigt von 25,8 Prozent auf nunmehr 28,2 Prozent.
Der Anteil der Erst- bzw. Jungwähler ist nur leicht von 4,2 auf 4,3 Prozent gestiegen. Hier haben die Männer mit 4,6 Prozent (gut 68.000) den größeren Anteil, während die 65.000 Jungwählerinnen einen Anteil von 4,1 Prozent an allen wahlberechtigten Frauen haben.
Pendler im Lande
Pkw-Nutzung überwiegt Gut drei Viertel der Erwerbstätigen im Land haben ihre Arbeitsstelle in höchstens 25 Kilometern Entfernung vom Wohnort. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems zum Tag der Arbeit mitteilt, pendelten im vergangenen Jahr 44,1 Prozent aller Erwerbstätigen weniger als 10 Kilometer, bei weiteren 29,4 Prozent betrug die Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zwischen zehn und 25 Kilometern. Auf dem eigenen Grundstück gingen 3,1 Prozent ihrer Arbeit nach, 1,6 Prozent fuhren zu ständig wechselnden Arbeitsstätten. Anfahrtswege zwischen 25 und 50 Kilometer bewältigten 15,6 Prozent aller Erwerbstätigen. Diese Gruppe hat in den zurückliegenden Jahren den deutlichsten Anstieg verzeichnet; hier schlagen sich unter anderem die Stadt-Umland-Wanderungen junger Familien nieder, die wegen der günstigeren Baulandpreise aufs Land gezogen sind. Mehr als 50 Kilometer müssen 6,3 Prozent der Erwerbstätigen zur Arbeit fahren.
Der Pkw ist das mit Abstand am häufigsten genutzte Verkehrsmittel der Pendler. Fast 67 Prozent steuerten selbst, weitere 4 Prozent fuhren bei anderen mit. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangten 8,2 Prozent der Pendler zu ihrem Arbeitsplatz. Überwiegend mit dem Fahrrad oder zu Fuß legten 16,3 Prozent der Erwerbstätigen den Arbeitsweg zurück.
Jenseits der Landesgrenze arbeiteten 15,1 Prozent der Pendler, 39,6 Prozent hatten ihren Arbeitsplatz in ihrer Wohngemeinde. In eine andere Gemeinde innerhalb des Landes fuhren 45,2 Prozent der Pendler.
Ausgaben höher als Einnahmen
Öffentliche Haushalte mit unterschiedlichen Zwischenergebnissen
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes weist die vorläufige Kassenstatistik der öffentlichen Haushalte für die ersten drei Quartale des Jahres 2008 ein Defizit von 14,6 Milliarden Euro aus.
Während der Bund in den ersten neun Monaten einen Fehlbetrag von 22,6 Milliarden Euro verzeichnete, erzielten die Länder ein Plus von 4,8 Milliarden und die Gemeinden von 5,6 Mrd. Euro. Bei der Sozialversicherung klaffte eine Lücke von 2,4 Mrd. Euro.
Steuereinnahmen
Sprudelnde Steuerquellen
Papierkrieg im Mainzer Landtag
Am 20.06.2008 reichten Mitglieder der CDU-Fraktion sage und schreibe 52 Anfragen zum Thema Kommunal- und Verwaltungsreform ein. Diese Flut von Fragen zur Aufgabenkritik der Landesregierung entpuppte sich bei näherem Hinsehen doch nur als Sturm im Wasserglas. So sind bei einem Großteil der Drucksachen lediglich die Namen der anfragenden Abgeordneten und der Betreff geändert. Blöcke von 27, 21 sowie 2 Anfragen enthalten inhaltlich identische Fragestellungen. Lediglich bei zweien finden sich völlig eigenständige Formulierungen. Und so ist es kaum verwunderlich, dass die Antworten des Ministeriums ähnlich abwechslungsreich zu lesen sind. Zur inhaltlichen Verbesserung der Kommunal- und Verwaltungsreform haben die Anfragen wohl kaum beigetragen. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig.
Preisanstieg abgeschwächt
Der Preisauftrieb hat sich im Oktober weiter abgeschwächt. Die Jahresteuerungsrate für Rheinland-Pfalz lag, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, bei 2,2 Prozent, nachdem sie im August 3 Prozent und im September 2,9 Prozent betragen hatte.
Dämpfende Wirkung hatten insbesondere die Kraftstoffpreise. Nachdem an den Tankstellen in den vergangenen Monaten immer mehr für Benzin, Super und Diesel bezahlt werden musste, sorgte der Rückgang der Rohölpreise im Oktober für eine gewisse Entspannung. Die Kraftstoffpreise bewegten sich im Mittel auf dem Niveau vom Oktober 2007. Die Preise für Haushaltsenergie kletterten im Jahresvergleich um durchschnittlich 14,6 Prozent, wobei insbesondere die Preise für Gas (plus 26 Prozent) und Heizöl (plus 22,2 Prozent) deutlich zulegten. Strom war um 5,6 Prozent teurer als vor einem Jahr. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise läge die Teuerungsrate der Gesamtlebenshaltung bei insgesamt nur 1,5 Prozent.
In der Hauptgruppe »Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke« verteuerten sich die Güter im Vergleich zu Oktober 2007 um 4,3 Prozent. Binnen Jahresfrist erhöhten sich vor allem die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse (plus 7,2 Prozent), zuckerhaltige Produkte wie Marmelade, Honig und Süßwaren (plus 7,1 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 5,2 Prozent). Deutlich teurer als vor einem Jahr waren Mehl (plus 36,6 Prozent), Fruchtsaft aus Kernobst (plus 25,2 Prozent) und Margarine (plus 24 Prozent), günstiger hingegen Butter (minus 23,5 Prozent), Weintrauben (minus 11 Prozent) und Bananen (minus 4 Prozent).
Einen deutlichen Preisrückgang gab es in der Nachrichtenübermittlung (minus 3,5 Prozent) sowie im Bereich »Freizeit, Unterhaltung und Kultur« (minus 0,4 Prozent). Wie schon im vergangenen Monat machte sich im Bildungswesen besonders die schrittweise Abschaffung der Kindergartenbeiträge bemerkbar (minus 14,8 Prozent). Seit September 2008 ist in Rheinland-Pfalz der Besuch einer Tageseinrichtung für Kinder, die vor dem 1. September 2004 geboren wurden, kostenfrei.
26 Kilometer und mehr
Durchschnittlich mehr als 26 Kilometer Anfahrtsweg zum Arbeitsplatz
Über die Hälfte der Arbeitnehmer legt 21 Kilometer und mehr zurück
Durchschnittlich 26,1 Kilometer legten die Arbeitnehmer im Jahr 2004 auf dem Weg zur Arbeit zurück. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 23,4 Kilometer. Das hat das Statistische Landesamt in Bad Ems auf der Basis der Lohn- und Einkommensteuerdaten ermittelt. Rund 910.000 Arbeitnehmer hatten in jenem Jahr Wegstrecken für die Entfernungspauschale geltend gemacht. Über die Hälfte von ihnen - rund 466.000 (51,2 Prozent) - mussten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz 20 Kilometer und mehr zurücklegen, weniger als 20 Kilometer wohnten rund 444.000 Arbeitnehmer von ihrem Arbeitsplatz entfernt (48,8 Prozent).
Insgesamt gut 24 Millionen Kilometer an einfacher Strecke bewältigten alle rheinland-pfälzischen Arbeitnehmer täglich bei den Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort, wobei sie den Weg durchschnittlich an 179 Tagen auf sich nahmen. Im gesamten Jahr 2004 kamen so knapp 4,3 Milliarden Kilometer zusammen. Anfahrtswege von über 100 Kilometern legten knapp 2,7 Prozent der Arbeitnehmer zurück, während für 8,2 Prozent die Arbeitsstätte im Nahbereich, d. h. in einer Entfernung bis zu sechs Kilometern, lag.
In Rheinland-Pfalz ist der Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte stark von der Entfernung zu den Ballungsräumen und den Großstädten abhängig. Am niedrigsten waren die Werte mit weniger als 20 Kilometern in den kreisfreien Städten Trier und Ludwigshafen. Dort gab es auch die geringsten Anteile der Arbeitnehmer, die 20 und mehr Kilometer fahren mussten. Die Arbeitnehmer im Landkreis Alzey-Worms, im Rhein-Lahn-Kreis, im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Donnersbergkreis nahmen die größte Distanz zwischen Arbeits- und Wohnort in Kauf. Diese Landkreise, die auch überdurchschnittliche Anteile an Arbeitnehmern mit mehr als 20 Kilometer einfacher Wegstrecke aufweisen, liegen im weiteren Einzugsbereich des Rhein-Main-Gebietes bzw. des Rhein-Neckar-Raums. Die von den Pendlern täglich zurückgelegte einfache Entfernung betrug hier im Schnitt mehr als 30 Kilometer. Für Landkreise, die unmittelbar an Großstädte angrenzen - beispielsweise Mayen-Koblenz, der Rhein-Pfalz-Kreis und Trier-Saarburg -, errechnen sich unterdurchschnittliche Entfernungen. Ausnahme ist hier der Landkreis Mainz-Bingen, was als Indiz dafür gelten kann, dass von dort aus Arbeitsplätze nicht nur in Mainz, sondern im gesamten Rhein-Main-Gebiet angesteuert werden.
Bundeshaushalt
Bis zum 30. Juni hat der Bund 111,14 Milliarden Euro Steuern eingenommen. Das sind 46,7 Prozent des Haushaltsansatzes für das Jahr 2008. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet der Steuereingang ein Plus von 4,152 Mrd. Euro (3,88 Prozent). Trotz der ergiebigen Steuerquellen klafft bereits zur Jahresmitte ein Finanzierungsloch von 13,1 Milliarden Euro.
Euro-Land ist Schuldenland
Verschuldung in Prozent des BIP:Italien 106,8
Griechenland 95,3
Belgien 88,2
Deutschland 67,5
Zypern 65,2
Portugal 64,8
Malta 64,7
Frankreich 64,2
Österreich 61,7
Niederlande 47,9
Spanien 39,7
Finnland 39,2
Slowenien 27,1
Irland 25,1
Luxemburg 6,6
Zigarettenschmuggel
Bekämpfung des Zigarettenschmuggels:
Der Zoll hat im vergangenen Jahr 465 Mio. (2006: 415) Schmuggelzigaretten sichergestellt. Die Zollverwaltung geht mit einer Kombination aus mobilen Zollkontrollen und intensiver internationaler Zusammenarbeit gegen die Drahtzieher des internationalen organisierten Zigarettenschmuggels vor. Diese Strategie, ergänzend zu den internationalen Ermittlungen mit rund 1.600 Beschäftigten in 60 Mobilen Kontrollgruppen u.a. den Zigarettenschmuggel intensiv zu bekämpfen, war - wie die regelmäßigen Ermittlungserfolge belegen -, sehr erfolgreich.
Land und Kommunen haben Mitte 2006 mehr Personal beschäftigt als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems berichtete, waren beim Land Rheinland-Pfalz zum Stichtag 30. Juni 2006 rund 90.300 Personen tätig, das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent. Die Kommunen waren Arbeitgeber für rund 52.700 Personen, das waren 0,3 Prozent mehr als im Jahr 2005. Die Angaben beziehen sich auf das Personal, das aus den Kernhaushalten finanziert wird; ausgelagerte Bereiche, wie Eigenbetriebe, sind nicht berücksichtigt. Mehr dazu
Selbständige Frauen
Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems aus Anlass des internationalen Frauentages am 8. März mitteilte, waren im Jahr 2006 mehr als 59.000 Frauen selbstständig tätig. Das waren 18.000 mehr als zehn Jahre zuvor. Selbstständigkeit ist zwar immer noch überwiegend Männersache, aber die Frauen holen auf. Im Jahr 2006 lag ihr Anteil an allen Selbstständigen bei 29,7 Prozent, im Jahr 1996 waren es erst 25,7 Prozent.
Angesichts der Tatsache, dass der Großteil der weiblichen Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich beschäftigt ist, verwundert es nicht, dass sich auch die weiblichen Selbstständigen auf diesen Sektor konzentrieren. Knapp 90 Prozent aller Frauen, die ihre eigene Chefin sind, waren im Dienstleistungsbereich aktiv. Wesentliche Tätigkeitsfelder der weiblichen Selbstständigen innerhalb des Dienstleistungssektors sind die Bereiche Handel und Gastgewerbe sowie öffentliche und private Dienstleistungen, wie z.B. das Gesundheitswesen oder die Erwachsenenbildung.
Was Pendeln kostet
Studie vergleicht Kosten in 100 Städten DeutschlandsDie Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat bei der Gesellschaft IW Consult GmbH eine Studie in Auftrag gegeben, um die Kosten für Pendler in den 100 größten deutschen Städten einmal genau zu ermitteln. Hierbei trat erstaunliches zu Tage, das wie Wasser auf die Mühlen derjenigen ist, die für eine Beibehaltung, wenn nicht sogar Ausweitung der alten Pendlerpauschale sind. Mehr dazu
Schaltjahrkinder
Ihr Geburtstag steht nur alle vier Jahre im Kalender, und deshalb ist »Schaltjahreskindern« eine besondere Aufmerksamkeit und auch ein gewisses Mitleid sicher. In diesem Jahr können sie aber wieder an ihrem tatsächlichen Geburtstag feiern. Das gilt erstmals auch für die 63 Kinder, die am 29. Februar 2004 in Rheinland-Pfalz das Licht der Welt erblickten. Da der Schalttag vor vier Jahren auf einen Sonntag fiel, ist diese Zahl relativ niedrig (siehe PM Nr. 182/05). Am 29. Februar 2000, einem Dienstag, wurden 102 Kinder geboren. Davor war zuletzt im Jahr 1976 der Schalttag ein Sonntag.
Rheinland-pfälzische Wirtschaft wuchs im Jahr 2007 um 2,7 Prozent
Zahl der Erwerbstätigen stieg um 27.000Der konjunkturelle Aufschwung hat sich im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,7 Prozent gestiegen, nachdem die Wirtschaft im Jahr 2006 um 2,4 Prozent gewachsen war. Einer ersten vorläufigen Berechnung des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« zufolge lag das Wirtschaftswachstum über dem Bundesdurchschnitt. Gemeinsam mit Baden-Württemberg und Sachsen belegte Rheinland-Pfalz Platz drei, hinter Bayern und Hamburg. Die deutsche Wirtschaft insgesamt ist um 2,5 Prozent gewachsen, wobei die Entwicklung in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) mit plus 2,4 Prozent ähnlich verlief wie in den alten Ländern (ebenfalls ohne Berlin) mit plus 2,5 Prozent. In jeweiligen Preisen lag die Zuwachsrate in Rheinland-Pfalz bei plus 4,7 Prozent. Der Wert der im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz erbrachten wirtschaftlichen Leistung betrug nominal 104,6 Milliarden Euro. Mehr dazu
Im Jahr 2006 war ein leichter Anstieg bei den Hebesätzen für die Grundsteuer A, die von den Kommunen auf landwirtschaftliche Grundstücke erhoben wird, zu verzeichnen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems meldet, erhöhten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 218 Kommunen die Hebesätze für diese Form der Grundsteuer. Im Landesdurchschnitt kam es zu einem Anstieg um einen Prozentpunkt auf 285 Prozent. Bei den Hebesätzen der Grundsteuer B, die auf bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer ergaben sich in den landesweiten Durchschnittssätzen keine Änderungen. Die Hebesätze betrugen im Jahr 2006 unverändert 338 bzw. 369 Prozent. Die Hebesätze für die genannten Realsteuern legt der Gemeinderat im Rahmen der geltenden Rechtsvorschriften fest. Mehr dazu
Einnahmen und Ausgaben steigen
Kommunen nutzen Einnahmezuwachs nicht zum KonsolidierenIm ersten Halbjahr 2007 erhöhten sich die Einnahmen der rheinland-pfälzischen Kommunen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte, flossen knapp 3,5 Milliarden Euro in die Kassen der Gemeinden und Gemeindeverbände, das waren 4,1 Prozent mehr als in der Zeit von Januar bis Juni 2006. Der Anstieg fiel damit in Rheinland-Pfalz geringer aus als im gesamten Bundesgebiet. Hier wurde im gleichen Zeitraum eine Zunahme um 6,1 Prozent registriert.
Mit insgesamt knapp 1,4 Milliarden Euro waren die Steuern und steuerähnlichen Einnahmen eine der wichtigsten Einnahmequellen für die kommunalen Haushalte. Sie nahmen im ersten Halbjahr 2007 um 5,2 Prozent zu, konnten aber mit der bundesweiten Entwicklung (plus 11,1 Prozent) nicht Schritt halten. Die gleichwohl positive Entwicklung in Rheinland-Pfalz wurde zum einen von höheren Nettoeinnahmen aus der Gewerbesteuer (plus 6,7 Prozent), zum anderen von höheren Anteilen an den Gemeinschaftssteuern (plus 6,4 Prozent) getrieben. Mehr dazu
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verzeichnete das Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im Juni 2007 in Deutschland preisbereinigt um 2,4% niedrigere Auftragseingänge als im Vorjahresmonat. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 0,4% zu, im Tiefbau dagegen um 5,3% ab.
In den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus waren Ende Juni 2007 704 000 Personen tätig; das waren 25 000 weniger als vor einem Jahr (- 3,5%). Der Gesamtumsatz belief sich im Berichtsmonat auf rund 7,1 Milliarden Euro (- 3,8% gegenüber Juni 2006). Mehr dazu
Bevölkerungszahl des Landes 2006 weiter rückläufig
Fast 6.000 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer weniger
Die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lebten Ende 2006 insgesamt 4.052.860 Menschen im Land, das waren nahezu 6.000 weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang resultierte aus einer negativen Bilanz der natürlichen Bevölkerungsbewegung, das heißt, es gab mehr Sterbefälle als Geburten. Dies konnte nicht mehr - wie noch bis zum Jahr 2004 - durch einen hohen positiven Wanderungssaldo kompensiert werden. Im Jahr 2005 hatte es erstmals nach 18 Jahren einen Rückgang der Bevölkerungszahlen gegeben. Mehr dazu
Das Niveau der Verbraucherpreise lag in Rheinland-Pfalz im Mai 2007 um 1,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, setzte sich damit der leichte Rückgang der Jahresteuerungsrate für Rheinland-Pfalz fort (März: 1,9 Prozent, April: 1,8 Prozent). Gleichwohl waren in verschiedenen Bereichen überproportionale Preiserhöhungen festzustellen. So stiegen die Preise für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen gegenüber Mai 2006 um 3,3 Prozent. Auch für größere Anschaffungen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr. Der Kauf von Fahrzeugen (plus 3 Prozent) sowie von Möbeln und Einrichtungsgegenständen (plus 3,4 Prozent) verteuerte sich deutlich. Beispielsweise stiegen die Preise für einen Wohnzimmerschrank um 7,8 Prozent und für einen Kleiderschrank um 7,2 Prozent gegenüber Mai 2006. Mehr dazu
Der rheinland-pfälzische Einzelhandel - ohne Kraftfahrzeughandel und Tankstellen - hat seine Umsätze in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres deutlich gesteigert. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nahmen die Umsatzerlöse gegenüber dem Zeitraum Januar bis November 2005 nominal, also zu jeweiligen Preisen, um 3 Prozent zu. Real, d. h. um Preisveränderungen bereinigt, war ein Umsatzplus von 2,1 Prozent zu verzeichnen. Die Umsatzsteigerungen lagen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von nominal plus 0,8 und real plus 0,1 Prozent. Mehr dazu
Die klassische Familie, das Ehepaar mit Kindern, verliert an Bedeutung. Das hat das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz errechnet. Im Jahr 1980 bestanden 87 Prozent aller Familien in Rheinland-Pfalz aus verheirateten Eltern mit Kindern, im Jahr 2005 waren es nur noch 76 Prozent. Dem steht ein steigender Anteil anderer Formen des familiären Zusammenlebens gegenüber. Mehr dazu

